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Der 3te auf dieser seite entstandene Header!

Ich nenne Ihn : In Love blue sandra edition 2.3 Beta



und hier, die Special edition!



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26.6.06 20:39


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Skinhead
Skinhead [ˈskɪnˌhɛd] (engl.: „skin“ [„Haut“], „head“ [„Kopf“]) ist heute eine Sammelbezeichnung für alle Angehörigen der Skinheadszene, einer sehr heterogenen, jugendlich dominierten Subkultur. Gemeinsam haben sie vor allem die kurz bis kahl geschorenen Köpfe sowie eine Kleidung, zu deren Merkmalen meist schwere Stahlkappenstiefel und Bomber-, „Harrington“- oder „Donkey“-Jacken gehören. In der Öffentlichkeit wird der Begriff Skinhead meist synonym zu Neonazi gebraucht, auch in Bezug auf Neonazis, die nicht im Habitus der Skinheads erscheinen. Angesichts der auch politisch sehr heterogenen Szene ist diese Gleichsetzung jedoch falsch.
Inhaltsverzeichnis


Geschichte

Der Begriff „Skinhead“ kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich „Hautkopf“ und benennt, zu Beginn der 1970er in der androgyne Langhaarfrisuren zur Mode gehören, eine Kurzhaarfrisur bei der die Kopfhaut durchscheint (1-2cm Länge). Die Skinheadbewegung entstand 1969 bei Jugendlichen in englischen Arbeitervierteln. Begründet wurde sie durch weiße Arbeiterkinder, die mit den Kindern schwarzer Einwanderer aus Jamaika und anderen Teilen der Westindischen Inseln aufwuchsen. Man lernte sich durch gemeinsames Interesse an Schwarzer Musik – erst Calypso, dann Ska, dann des so genannten Skinhead-Reggae – kennen. Aus schwarzen „Rude boys“ und weißen „Mods“ entstand so die Skinheadbewegung zunächst als „Hard Mods“. Sie grenzte sich früh von den modebewussten „Mods“, die ebenfalls aus der Arbeiterklasse und der unteren Mittelklasse stammten, sowie von den Hippies aggressiv ab. Die frühen Skinheads, als sich die Bewegung erst von den „Mods“ zu trennen begann, trugen wie diese noch smarte Anzüge. Diese verschwanden nach vollzogener Abgrenzung und wurden durch das heute bekannte derbe, an Arbeiterkleidung orientierte Outfit ersetzt. Seitdem kultivieren und zelebrieren Skinheads eine Ästhetik des Proletarischen. Früher war in der Skinheadszene die Aggressivität weiter verbreitet als heute. So gingen in den Anfangsjahren schwarze und weiße Skins auf pakistanische Immigranten los, die dafür bekannt waren, dass sie sich bei Prügeleien nicht wehrten. Skins waren (und sind) teilweise auch Bestandteil der Hooligan-Szene, die bei Fußballspielen „für ihren Verein kämpft“. In ihrer Frühzeit waren die Skins generell anti-bürgerlich, aber ansonsten eher wenig politisch interessiert.

Anfang der 1970er Jahre wandten sich die schwarzen Skins immer mehr der sich entwickelnden politischen Reggae-Szene zu und grenzten sich allgemein mehr von der weißen britischen Kultur ab. Auslöser hierfür war auch mit der „Reggae-Krieg“ in einschlägigen Discos um Titel wie „Young, gifted and black“, mit denen sich die weißen Skins nicht identifizieren konnten und die Lieder deshalb boykottierten.Einige Skinheads ließen ihre Haare etwas länger wachsen (definiert über die Möglichkeit der Manipulation mittels eines Kamms) und nannten sich „Suedeheads“ („Wildlederköpfe“), um sich abzugrenzen.

In den 1970ern begann sich die vorher politisch sehr gemischte englische Skinhead-Szene in Linke, Rechte und Traditionalisten zu spalten, und die extreme Rechte begann einen immer größeren Teil der Szene zu vereinnahmen. Diese Entwicklung wurde vor allem durch die englischen Parteien National Front und British National Party (BNP) vorangetrieben. Bald stürzten sich auch die Medien auf das Phänomen, und nicht lange danach begannen Neonazis, die vorher nichts mit der Skinheadkultur zu tun hatten, den Skinhead-Look zu übernehmen.

Zu Beginn der 1980er formierten sich auch in Deutschland und den USA, wie vorher bereits in England, immer mehr so genannte Naziskins oder Boneheads – extrem gewaltbereite, rechtsradikale Jugendliche, die mit ihrem Äußeren an die Skinheadbewegung anknüpften. Die Rechtsradikalen prägten bald das öffentliche Bild von einem Skinhead. Gefördert wurde diese Meinung auch durch Massenmedien, die eher über rassistische Gewaltakte berichteten, als über Demonstrationen von Skinheads gegen Rassismus.

Als Reaktion darauf wurde 1988 in New York City die antirassistische „SHARP“-Bewegung („SkinHeads Against Racial Prejudice“) gegründet.

Die heutige Skinheadbewegung lässt sich grob in traditionelle Skins (manche von ihnen nennen sich auch Trojan-Skins, benannt nach einem Ska-Label), „SHARP“-Skins, linksradikale „Redskins“ und RASH Skins, sowie „Oi!“-Skins und rechtsradikale Naziskins (Boneheads) aufteilen. Skinheads, die ihre antirassistische Einstellung zur Schau tragen, sind meist an politischen Buttons oder Aufnähern (z.B. SHARP) zu erkennen. Die Szene ist stark männlich dominiert, doch es gibt auch einige weibliche Skinheads, die so genannten „Skingirls“, „Byrds“ oder auch „Renees“, welche am charakteristischen „Feathercut“, einer besonderen Kurzhaarfrisur, bei der die Seiten vor den Ohren lang gelassen werden, leicht zu erkennen sind.

Teile der Oi!-Skinszene haben traditionell große Überschneidungen mit der Punkszene; viele Oi!-Skins sind ehemalige Punks. Die Idee der Einheit von Oi!-Skinheads und Punks wird seit einigen Jahren unter dem Schlagwort „United“ vertreten. Auf der anderen Seite stehen manche Skins – unabhängig von ihrer politischen Einstellung – den Punks skeptisch bis feindselig gegenüber.

Alkohol hat in der Szene einen großen Stellenwert (Straight Edge ist innerhalb der Skinheadszene kaum verbreitet), und auf Konzerten und anderen Treffen werden oft sehr große Mengen Bier konsumiert. Andere Drogen, insbesondere harte, werden von vielen abgelehnt.

Kleidung

Wie in manch anderen Jugend-Gegenkulturen auch, hat die „richtige“ Kleidung unter den Skinheads einen hohen Stellenwert. Einerseits dient sie der Abgrenzung gegenüber der Gesellschaft, andererseits soll damit Zugehörigkeit zur Szene demonstriert und Anerkennung der Gruppe erworben werden.

Schuhe

* Doc Martens-Schuhe sind Arbeitsschuhe, sowohl mit Stahlkappe als auch ohne, als Halbschuh ("Dreiloch") oder Stiefel (Achtloch).Getragen meistens in schwarz oder weinrot. Sie haben eine rutschsichere Air Cushion Sole, eine luftgedämpfte Gummisohle. Kniehohe Doc's wie sie von Punks getragen wurden waren früher nicht üblich.
* Ranger Boots oder Combat Boots sind Kampfstiefel aus Leder, die eine ausgeprägt Profilsohle aufweisen.
* Commando Boots=Einsatz-Schuhe aus Textilien mit Teilleder z.B. Hi-Tex Magnum oder änliche etwa seit den 1990er Jahren.

In der DDR trugen Skins „35,-“-Arbeitsstiefel, in Australien trägt man auch „Blundstone Boots“. Dazu dicke, grobe Baumwollsocken, bis in die 90er Jahre hinein auch weisse Tennissocken.

Hosenträger
Schmale englische Hosenträger in unterschiedlichen Farben.

Jacken
"Bomberjacke" MA-1

Flight jacket, Donkey jacket und Harrington jacket
US-"Bomberjacken"
waren in den 1970ern MA-1 aus Nylon damals auch scooter jackets genannt, weil sie in England nur von Scooter Skins getragen wurden (immer oliv). Die MA-1 findet militärisch nur noch Anwendung für Boden- und Servicepersonal sowie Wachdienste. Ab der 1990ern auch CWU-45 aus der feuerfesten Faser Nomex (v.a. unter Oi!-Skins beliebt).
„Donkey Jackets“
sind ganz normale englische Arbeitsjacken aus schwarzem Wollfilz und werden noch heute von Straßenarbeitern getragen und sind gleichsam ein Synonym für "Working Class". Der typische Leder-Überzug auf den Schultern soll die Jacke beim Tragen von Lasten und gegen Regen schützen.
„Harrington Jackets“
sind kurze Baumwollblousons mit Kragen, die ein typisches Innenfutter im Schottenkaro haben. In England wurden sie auch von „Fred Perry“ und „Lonsdale“ hergestellt.

In den 60ern war es auch üblich, den Crombie-Coat zu tragen, einen 3/4-langen englischen Mantel mit typischem Samtkragen, wie er u.a. vom Herrenausstatter Crombie in der Jermyn Street in London hergestellt wurde und noch immer wird.

Polohemd
Polohemden waren von Anfang an Teil der Skinhead-Kleidung. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Shirts vom englischen Tennisprofi Fred Perry, Sohn eines Baumwollspinners und Politikers, weil er der erste Wimbledon-Sieger ist, der der Arbeiterklasse entstammt. Sein Firmensymbol ist der Lorbeerkranz. Die Hemden sind in vielen Farben erhältlich.
Button-down-Hemd
Hemden mit Knöpfen am Kragen, die perfekten Sitz garantieren. Eine sehr bekannte Marke ist „Ben Sherman“, die von einem Kanadier dieses Namens gegründet wurde.
Jeans
Bluejeans verschiedener Marken, bevorzugt „Levi’s“ (501), „Wrangler“, aber auch „Supermarktjeans“. Oft werden die Jeans hochgekrempelt oder auch etwas gekürzt, damit die Stiefel besser zu sehen sind. Großer Beliebtheit erfreute sich außerdem die „Sta-Prest“-Serie von Levis mit Bügelfalte. „Domestos-Hosen“ sind Jeans, die mit einem chlorbleichehaltigen Reinigungsmittel teilweise entfärbt wurde; diese Technik wird gelegentlich auch bei Jacken angewendet. Neben blauen Jeans werden auch schwarze und weiße getragen.

Schnürsenkel

Häufig wird behauptet, man könne die Gesinnung eines Skinheads (oder Punks) an seinen Schnürsenkeln erkennen. Tatsächlich versuchen besonders junge Skins und Punks, mit auffällig gefärbten Schnürsenkeln etwas auszudrücken. Die meist verwendeten Farben sind dabei weiß, rot und gelb. Die Farbe der Schnürsenkel und auch der Hosenträger (Braces) stellte oft die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Fußballverein dar. Heutzutage hat die Farbe der Schnürsenkel in vielen Ländern jedoch meist keine Bedeutung mehr.

Unter jungen Naziskins sollten weiße Schnürsenkel häufig „Kampfbereitschaft“ ausdrücken oder für „White Power“ stehen. Der schwarz-weiße Farbkontrast zwischen Schuhen und Schnürsenkeln könnte auch als Hinweis auf das typische Schachbrett-Musters des Plattenlabels „Two Tone Records“ (siehe „Ska“) interpretiert werden und sollte Einigkeit zwischen Schwarzen und Weißen ausdrücken. Die Behauptung, Naziskins ließen sich durch weiße Schnürsenkel erkennen, ist eine gerade von den großen Medien gerne kolportierte Urban Legend, die an der Vielfalt der Realität weit vorbeigeht. Rote Schnürsenkel sind insbesondere bei jungen Punks beliebt und sollten dort oft die anarchistische Einstellung betonen. Früher sollten rote Schnürsenkel aber auch oft von Anhängern und Mitgliedern der verbotenen FAP getragen worden sein. Wer einen roten und einen schwarzen Schnürsenkel trug, sei angeblich ein Anarchist. Auch den Anhängern des neonazistischen „Blood-and-Honour“-Netzwerkes wurde die Verwendung von roten Schnürsenkeln als Hinweis auf „Blood“ nachgesagt.

Unter älteren Skins und Punks ist das Tragen von Schnürsenkeln mit auffälligen Farben seltener und eher modisch motiviert. Oft wird auch versucht, damit gerade diejenigen (meist aus der eigenen Szene) zu provozieren, die eine Gesinnung aus dem Tragen von auffälligen Schnürsenkeln ableiten wollen. Besonders oft tragen Anhänger der „Oi!“-Szene auffällige Schnürsenkel. Nicht selten ist dabei auch die Kombination von Schnürsenkeln mit verschiedenen Farben. Ursprünglich wurden farbige Schnürsenkel benutzt, um die Balkenschnürtechnik zu betonen.

Bevorzugte Kleidungsmarken

Markenbewusstsein ist in der Skinszene sehr verbreitet. Während es ursprünglich nur eine Handvoll von „Skinmarken“ gab, nämlich die etablierten englischen Hersteller, drängen mittlerweile immer mehr Anbieter auf den Markt und versuchen, sich als Marke für Skinkleidung oder erkennbar als Marke für Boneheadkleidung zu etablieren. Mittlerweile existiert eine Vielzahl von Anbietern, die ihre Artikel meist über Spezialgeschäfte und Versandhäuser vertreiben.

"Britische" Marken

Lonsdale London
Eine englische Marke für Sportbekleidung, speziell für den Boxsport, mit langer Tradition, die auf den Earl von Lonsdale zurückgeht. Die Marke Lonsdale existiert seit 1909 und wird auch von Skinheads gerne getragen. Die Firma fördert antirassistische Projekte sowie die britische antifaschistische Vereinigung „Antifascist Action“. Weiterhin wurden eine Reihe von Geschäften, die vor allem von Rechtsradikalen frequentiert wurden, von der Belieferung mit „Lonsdale“-Artikeln ausgenommen, da sie im deutschsprachigen Raum durch unseriöse Berichterstattung in den Ruf kam, eine Neonazi-Marke zu sein, weil der Name den Schriftzug „NSDA“ enthält. Anders als bei „Consdaple“ (siehe unten) fehlt hier aber das „P“ im Schriftzug. Zudem kann eine Verbindung zwischen Firmennamen und der erst 1920 gegründeten NSDAP ausgeschlossen werden.
Alpha Industries
Hersteller von Jacken für die amerikanischen Streitkräfte seit 1959. Die „Alpha“-Bomberjacken gehören zu den beliebtesten Jacken in der Skinheadszene.
Ben Sherman
„Ben Sherman“ ist das Produkt des Kanadiers Ben Sherman, der in den späten 1950ern eine kleine Fabrik in Brighton besaß. Die Marke wurde schon vor einigen Jahrzehnten von Anhängern der Skinhead-Bewegung in Großbritannien getragen und ist heute sogar bei vornehmen Bankern beliebt – teilweise allerdings auch in rechtsextremen Kreisen.
Fred Perry
Eine Ikone der Skinheadbewegung, die die Arbeiterbewegung sehr schätzt. Perry war der erste Wimbledon-Sieger, dem man Nähe zum Proletariat zusprach. Seine Hemden gibt es in dieser Form seit 1952. Da die damaligen 69er-Skins nicht besonders politisch interessiert (v.a. nicht wenn es um die radikale Linke oder Rechte ging) waren und ihre Ideale auf den Stolz auf ihre Herkunft (Arbeitermilieu) und die Familie beschränkten, war diese Marke gängig unter den Skins. Als in den 1970ern vermehrt Rechtsextreme und Neonazis in die Szene kamen, übernahmen diese auch die „Perry“-Hemden sowie wie den gesamten Kleidungsstil. Der Lorbeerkranz aus dem Logo der Marke wird in allen Teilen der Szene bis ins rechte Lager hinein verwendet.

"Deutsche" Marken

Consdaple
Marke, die von mit dem Neonazitum sympathisierenden Boneheads getragen wird, da sie den Schriftzug „NSDAP“ enthält. Die Kleidungsmarke wurde von Personen aus dem rechtsextremen beziehungsweise neonazistischen Umfeld gegründet.
Dobermann Deutschland
Für rechtsradikale Träger das Gegenstück zur, sich von Rechtsextremismus distanzierenden Marke, „Pit Bull Germany“. Hergestellt werden T-Shirts, Pullover, Aufnäher, etc. Der Inhaber der Marke „Doberman Deutschland“ ist der Geschäftsmann Werner Kahl. 1981 stand er vor Gericht, weil er im Namen einer "Rassistischen Liga" zwei Sprengstoffanschläge mit selbstgebauten Sprengsätzen auf Migranten verübt hatte. Aufgrund von Hehlerei mit gestohlenen Waffen wurde er 1984 verurteilt.
Masterrace
"Masterrace" eine relativ neue Marke von Rechten für Rechte, deren Name (englisch für "Herrenrasse") schon viel über die ideologische Zielrichtung der Hersteller bzw. TrägerInnen aussagt. Ganz typisch für das rechtsextreme Warenangebot sind auch die anderen Artikel mit dem Logo "Masterrace": Neben Flaggen stehen auch Schals, Gürtelschnallen und Handtücher im Programm. "Masterrace" ist im Übrigen auch ein beliebter Codename von Rechten in Diskussionsforen des Internets.
Pit Bull Germany
Eine Marke, von der es u.a. Jacken, Pullis, Hemden gibt. „Pit Bull“-Kleider werden gerne von Boneheads getragen, die Marke selbst ist allerdings gegen Rassismus und stellte schon vor mehreren Jahren klar, dass es viele ausländische Mitarbeiter in ihrem Betrieb gibt (einer der Geschäftsführer ist Türke). Sehr wahrscheinlich stellt sie aber aus kommerziellen Gründen Kleidung her, die (mehr oder weniger verdeckt) an Rechtsradikale und Neonazis gerichtet ist.

Daneben existieren eine Reihe von anderen Marken, die T-Shirts, Jacken und Accessoires für Skinheads anbieten, wie „Hooligan Streetwear“ oder „Troublemaker“, deren Hersteller sich das Szenechiffre „A.C.A.B.“ (für „All Cops are Bastards“, ein Spruch gegen unbegründete Gewalt und Methoden seitens der Polizei) schützen ließ. Dies wurde auch von den UltrasRapid hinzugefügt.

Gesinnungen und Vereinigungen der Skinheads

Gruppierungen ohne klare politische Zuordnung

Trojan-Skins, Scooterboys
Traditionelle Skinheads, wie die so genannten „Trojan-Skins“, oder Scooterboys, wollen vor allem den so genannten „Spirit of ’69“, den ursprünglichen Geist der Skinheadbewegung, bewahren. Sie grenzen sich deshalb von politischen Gruppierungen jeder Art ab. Auch die Haarlänge ist den traditionellen Skinheads der 60er Jahre nachempfunden, die ihre Haare nicht kahl rasierten sondern lediglich so kurz schnitten („Crop“), daß man die Kopfhaut erkennen konnte. Nassrasuren und Glatze sind verpönt. Ein smartes Äußeres ist ihnen genauso wichtig wie ein gutes Konzert mit einem anschließendem Allnighter (Tanzveranstaltung). Ihre Musik ist vor allem Skinhead-Reggae, aber auch Ska, Rocksteady oder Northern Soul.

SHARP („Skinheads Against Racial Prejudice“ - Skinheads gegen rassische Vorurteile)
„SHARPs“ sind antirassistische Skinheads. Die Idee einer breiten antirassistischen Bewegung innerhalb der Szene wurde Ende der Achtziger in den USA geboren und erreichte in den frühen Neunzigern Deutschland. „SHARPs“ versuchen, für einen möglichst großen Teil der Skinheadszene attraktiv zu sein, und halten sich deshalb mit politischen Äußerungen jenseits der Ablehnung des Rassismus stark zurück. „SHARP“ grenzt sich auch gegen „RASH“ und andere „Redskins“ ab. Jedoch ist „SHARP“ vielen Skins suspekt, da auch linksradikale Skinheads als „SHARPs“ auftreten. Das Zeichen der „SHARPs“ ist eine Abwandlung des Logos von „Trojan Records“, einem bekannten Plattenlabel.

„Oi!“-Skins
„Oi!“-Skins definieren sich, wie andere Untergruppen der Skinheadszene auch, über Alkoholkonsum, „Oi!“-Konzerte und Fußball („Parole Spaß“). Ihr proletarisches Selbstbild beinhaltet keine klassenkämpferischen Gedanken. Im Gegenteil sind „Oi!“-Skins oft explizit antipolitisch. Von den meisten traditionellen Skins werden sie nicht als "echte" Skinheads angesehen, da sie Oi!-Punk (anstelle von Reggae, Ska, Rocksteady usw.) bevorzugen und oft ein Erscheinungsbild besitzen, welches die traditionellen Skins nie besaßen, wie z.B. Vollglatze, 18-Loch-Boots.

GSM („Gay Skinhead Movement“)
Sie setzen sich gegen die Homophobie in der Skinheadszene und für die Gleichberechtigung homosexueller Skinheads ein. Seit den 1990er Jahren sind Image und Kleidung der Skinheads auch als Fetisch in der Schwulenszene verbreitet, wo der harte Männlichkeitskult von vielen als erotisch empfunden wird. Zunächst war das für die schwule Szene eine Provokation – und wohl auch als solche interessant –; mittlerweile finden sich in den meisten Großstädten entsprechende Gruppen und Events. Die Grenze zwischen „echten“ Skinheads und „Gay-Skins“, die nur den sexuellen Kick suchen, wird immer wieder kontrovers diskutiert, ist aber wahrscheinlich als fließend aufzufassen. Entsprechend breit ist das Spektrum an politischen Einstellungen in der Szene. Die klare Zuordnung von Farben und Symbolen ist dabei, auch aufgrund einer oft zu beobachtenden Unkenntnis der Tradition und Geschichte der Skinheadbewegung, weitgehend unmöglich. Aus Sicht der schwulen Emanzipationsbewegung ist insbesondere die Erklärung rechtsradikaler Symbole zum Fetisch äußerst problematisch. In der letzten Zeit scheint sich die Fetisch-Tendenz in Richtung von Sportswear zu verschieben.

Gruppierungen mit eindeutig „linksradikaler“ Gesinnung

RASH und Redskins
„RASH“ steht für „Red and Anarchist Skinheads“ und vereint alle linksradikalen "Skins". Ein ähnlicher Zusammenschluss ist ASAP („Anarchist Skins and Punx“). „The Redskins“ waren eine linksradikale Band, die in England sehr populär war. Sie waren Mitglieder in einer trotzkistischen Partei. Die Bewegung der „Redskins“ gründet sich auf die Herkunft der Skinheads aus der Arbeiterklasse und der daraus resultierenden Unzufriedenheit mit der kapitalistischen Klassengesellschaft, ohne jedoch den Spaßcharakter des „Way of Life“ zu verleugnen. Die politische Theorie reicht von Stalinismus über Marxismus-Leninismus bis zu Einflüssen von Autonomen und des Anarchismus. Linksradikale "Skins" stehen in besonderer Opposition zu den so genannten „Boneheads“.

Gruppierungen mit eindeutig „rechtsradikaler“ Gesinnung

Blood and Honour
Code ist die „28“ der arabische Ziffernreihe für den zweiten und den achten Buchstaben des lateinischen Alphabets also BH. Von der Band „Skrewdriver“ und anderen Neonazibands gegründete Vereinigung, mit der Losung der Hitlerjugend („Blut und Ehre“). „Blood and Honour“ stellt ein internationales Netzwerk von Bands, Mailordern, Geschäften, Magazinen und neonazistischen "Skinhead"-Gruppierungen dar, das (teilweise illegale) „Musik für die weiße Rasse“ verbreitet und mit diesem „Rechtsrock“ viel Geld verdient. Über das lukrative Geschäft mit Nazimusik entstanden innerhalb der Szene starke Rivalitäten. Die Vereinigung ist in Deutschland seit 2000 verboten.

Combat 18
Radikalneonazisitische terroristische Vereinigung, die den bewaffneten Kampf für den Nationalsozialismus vorbereitet und betreibt.„Combat“ ist Englisch und bedeutet „Kampf“, „18“ der arabische Ziffernreihe steht für den ersten und achten Buchstaben des lateinischen Alphabets also AH. Kampf AH soll für „Kampfgruppe Adolf Hitler“stehen (wegen der Initialen). „Combat 18“ entsprang einem Teil von „Blood and Honour“ und ist in militanten Kleingruppen organisiert (zum Teil beeinflusst durch die Theorie des führerlosen Widerstandes). Ihnen können Anschläge auf Ausländer und Andersdenkende zugerechnet werden. Es wurde gar ein Mord an einem antirassistischen Skinhead in Texas und Las Vegas bekannt.

Hammerskins
Kleine, aber straff organisierte Gruppe von Naziskins, die weltweit in „Divisionen“ organisiert sind. Die „Hammerskins“ verfügen in Deutschland über höchstens 300 Anhänger und sind unter anderem in Verbindung mit der Veranstaltung von Rechtsrockkonzerten in Erscheinung getreten.

Parteinahe Rechtsextreme und sonstige rechtsradikale Vereinigungen
„Boneheads“, wie die Band „Endstufe“ und ihre Anhängerschaft, die „Aktionsfront Süd“, die die NPD in Wahlkämpfen unterstützt, treten teils als Security-Personal und Schläger auf. Des Weiteren gibt es eine ganze Reihe nicht parteigebundener Vereinigungen wie die „Fränkische Aktionsfront“ und die inzwischen als verfassungsfeindlich eingestufte Organisation „Skinheads Sächsische Schweiz“.
15.4.06 16:49


Antifa Header

Hab für nen Bekannten nen paar antifa Header erstellt für seine Hp... ich finde sie sind gut gelunngen:



und



Kommentz sind erwünscht
21.6.06 21:34


Mein 2. Header auf dieser Seite

Name: Fuckin Bitched, Bloody, 6,30 Uhr design

18.4.06 06:51


Der Erste Header auf dieser Seite

Name: Red-Black-Stickness-Rose-Design 1.1

18.4.06 06:56


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Emo

Emo bezeichnet ein Sub-Genre oder eine Abspaltung der Hardcore-Punk-Szene. Ursprünglich war „Emo“ lediglich eine Abkürzung für Emocore oder „Emotional Hardcore“, inzwischen aber hat sich die ursprüngliche Emocore Szene in unterschiedliche Richtungen entwickelt die zum Teil mit der ursprünglichen Hardcore-Punk-Szene nichts oder kaum noch etwas gemeinsam haben. Der heutige Emo wird dementsprechend zum Post-Hardcore gezählt.

Wo Punk und Hardcore in der Regel bestimmte politische bzw. gesellschaftliche Missstände behandeln, beziehen sich die Texte im Bereich Emo mehr auf die von Depressionen und Selbstmitleid geprägte Gefühlswelt des Sängers bzw. Songschreibers. Dies spiegelt auch die Musik und der Gesang selbst wider, die im Vergleich zum klassischen Punk und Hardcore wesentlich emotionaler und bewegender sind. Viele Künstler geben die Themen meist nicht direkt wieder, sondern versuchen sie durch Metaphern auszudrücken.
Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Entstehung

Der Ursprung der Emo-Szene liegt in der US Hardcore Szene der 1980er Jahre. Obwohl die Gruppe Hüsker Dü (von 1977 bis 1987)als wichtiger Vorläufer gilt werden als die eigentlichen Begründer des Emocore Gruppen aus Washington DC um Ian MacKaye oder Guy Picciotto wie Embrace, Rites of Spring und Fugazi angesehen.

Bereits bei Hüsker Dü beschäftigte man sich mit den Themen Liebe, Beziehungen oder Freundschaft und auch wenn in der Zeitspanne als die ersten Demos eingespielt wurden Hüsker Dü Hardcore Punk spielten hatten sie damals bereits emotionale Passagen in ihren Liedern.

Emo galt in seinen Anfangstagen als Antwort auf zunehmende Härte und Machismus innerhalb der Hardcore-Szene und antwortete darauf damit, dass Emotionen wie Trauer und Verzweiflung offen gezeigt wurden was bei den meisten Hardcore-Bands der damaligen Zeit als verpönt galt.

Die Entstehung von Emocore verlief innerhalb einer generellen Weiterentwicklung und Umstrukturierung innerhalb des Hardcore die auch als „Revolution Summer“ bezeichnet wird, ca. 1985 begann und gegen 1992 als beendet angesehen wurde.

Eine nette Legende besagt, dass während eines Konzerts von Rites of Spring, Embrace oder Moss Icon ein Besucher des Konzertes plötzlich „You're Emo!“ schrie und der Name so entstand.

Weitere Entwicklung

Von DC aus breitete sich Emo nach San Francisco hin und von dort in die anderen Hardcore-Städte der USA aus. Gegen Ende der 1980er Jahre hatte Emo sich in eine sehr experimentielle Phase entwickelt die nun Anfang der 1990er Jahre wieder härter und „Hardcore-lastiger“ wurde. Gegen Mitte der 90er jedoch hatte sich der Begriff Emo für die eher melancholischeren Bands der Szene eingebürgert und mit Gruppen wie The Get up Kids oder Joan of Arc hatte Emo nun auch seinen kommerziellen Durchbruch. Die „klassische“ Phase des Emo war zu diesem Zeitpunkt beendet und eine Reihe wesentlich melodiöserer, sich eher am Pop-Punk orientierender Gruppen rückte nach. Es war vor allem diese vierte und fünfte Generation des Emo, die das Bild der Szene in der Öffentlichkeit prägen konnte. Daneben gab es jedoch auch eine große Anzahl von Bands die sich in eine völlig andere Richtung entwickelten. Einige wurden härter und aggressiver, woraus sich das Sub-Genre Screamo formte, oder experimentierten sogar mit Metal und Grindcore Elementen. Andere jedoch wandten sich eher experimentieller Musik zu und verwendeten Versatzstücke aus Post-Punk, New Wave oder sogar elektronische Elemente.

Aus diesem Grund wird in der Emo-Szene, wie auch im Punk und Hardcore, mittlerweile stark zwischen „Oldschool“ und „New-School“ unterschieden.

Genres

Emocore

Die ursprüngliche Form des Emos. Eng am Hardcore angelehnt, jedoch wechseln sich ruhige Parts und gezupfte Riffs mit schnellen Rythmen aus Powerchords und Oktav-Akkorden ab. Analog zu den abwechslungsreichen Melodien variiert der Gesang zwischen ruhigen, der Melodie folgenden Stellen und (häufig zusätzlich zu den ruhigen Parts) geschrieenen Abschnitten (die sogenannten „shouts“ oder „screams“ von Engl.: „schreien“). Die etwas härtere (oder „Hardcorigere“) Variante wird manchmal auch Aggressive Emo genannt.
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Emo-Punk

Orientiert sich eher am klassischen Punk Rock denn als am Hardcore, enthält jedoch auch die charakteristischen langsamen und eben emotionaleren Parts. Mitunter lassen sich Einflüsse von melodischen Punkbands wie Leatherface nicht verleugnen.



Emo-Pop

Euphemistisch auch oftmals „Gitarren-Emo“ genannt da es sich im Prinzip um nur von Emocore beeinflussten melancholischen Gitarren-Pop handelt. Viele der Gruppen orientieren sich eher an melodischem Pop-Punk als am ursprünglichen Emo-Core.
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Post-Emo

Orientiert sich eher an experimentieller Musik und verwendet Anleihen von Post-Punk und Elektronik. Bei einigen Gruppen ist der Übergang zum New Wave fliessend. Viele Bands geben die britische Gruppe Joy Division als prägenden Einfluss an.
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Sub-Emo

Kennzeichnend hier sind ausgedehnte statische Momente mit dominierendem monolithischem Bass. Die Musik klingt "wie in Zeitlupe". Anklänge an Doom Metal. Wird auch Low-Emo genannt.
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Emo und Kommerzialisierung


Emo als Massenphänomen

Der kommerzielle Durchbruch einer grossen Zahl von Emo-Bands in den späten 1990er Jahren machte Emo schlagartig vor allem in den USA zur Massenkultur. Wie vorher Grunge oder New Wave entstand das Phänomen, als die Plattenindustrie begann den neuentstandenen Begriff „Emo“ zu verwenden, um bestimmte Gruppen kommerziell leichter vermarkten zu können. In Folge dessen sprangen zahlreiche Bands, die ursprünglich nicht aus der Hardcoreszene stammten, auf den „Modetrend“ Emo auf. Dies entsprach jedoch nicht der Ideologie der Hardcoreszene, als deren Teil sich Emo ursprünglich verstand, und die sich explizit als Gegenkultur begriff. Emo wurde in den Augen der Presse und breiten Masse zu einem weiteren austauschbaren Synonym für Alternative Rock.
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Die Emo-Mode
Typischer „Emo“

Die aus dem US-amerikanischen stammenden Begriffe „Emo-Kid“ sowie „Emo-Girl“ (auch „Betty“) beschreiben die heute typische Erscheinung neuzeitlicher Emo-Hörer. Ein „typischer“ neuzeitlicher Emoanhänger hat oft schwarze Haare, meist vorne länger als hinten und einen Seitenscheitel. Piercings der Augenbrauen, Nase oder der Lippe sind ebenso häufig zu finden. Bei der Kleidung dominiert die Farbe Schwarz, die gerne mit Rot,Weiß und Pink kombiniert wird. In Sachen Schuhe wird häufig auf Converse Allstars (meist als „Chucks“ bezeichnet) oder „Old Skools“ und „Slip-ons“ der Marke Vans zurückgegriffen. Ebenfalls typisch sind eher knappe T-Shirts mit verschiedenen Aufdrucken (Bandnamen oder diverse Mottos). Obligatorisch sind außerdem Buttons die am Kragen, auf der Brust oder im Oberschenkelbereich oder am Rand der Hosentasche befestigt werden, zweireihige Pyramidennieten-Gürtel, Tätowierungen im Bereich der Hände/Unterarme, am Bauch, am Rücken zwischen den Schulterblättern und am Hals, Brillen mit dicken, schwarzen Fassungen (Hornbrillen etc.) und häufig (auch bei den männlichen Vertretern) schwarze, pinke oder rote Schminke im Bereich der Augen.

Dieses „Klischeebild“ wird von vielen aus der Hardcore-Punk-Szene sehr kritisch beurteilt. Hardcore lehnte ursprünglich die Uniformität des Punks zugunsten eines normalen „Straßenlooks“ ab, geriet aber durch den durch die Industrie in die Szene gebrachten Markenkult in den Vorwurf nun selbst eine eigene Uniformität entwickelt zu haben die sich jedoch nicht – wie die Uniformität der Punks – durch Abgrenzung sondern sogar noch im Gegenteil durch modische Anpassung definiert.

Hier noch nen Sehr geiler Link Klöck möch ich binn ein Lönk

Hier nen Video (nicht für ISDN oder Modemuser) :P jaja toni, du nich ^.^
Klöck!
15.4.06 16:30


punk-szene

Autor: Andreas Kuttner

jugendszenen.com
Das Portal für Szenenforschung

punk

Die Bezeichnung Punk stammt ursprünglich aus dem Angloamerikanischen und hatte immer eine abschätzige Bedeutung: wer als Punk tituliert wurde, galt als das Allerletzte . Mit diesem Attribut wurden u.a. Prostituierte, Nichtsesshafte und Kleinkriminelle bedacht. 1975 nannten die beiden Trickfilm-Studenten Legs MC Neil und John Holmstrom aus Chesire/Connecticut ihr Fanzine Punk und gaben damit der Bewegung einen Namen, die erst ein Jahr später mit den Sex Pistols eine größere Beachtung in der Musikpresse fand.

Punk gilt seither als Inbegriff einer rebellischen und provokanten Jugendkultur. Wenn im Folgenden von Punks die Rede sein wird, ist Vorsicht angebracht, denn es handelt sich gewiss um keine einheitliche Bewegung. Da Punks sich mittlerweile auf vielfältige Anteile aus knapp 30 Jahren Punk-Geschichte berufen, findet sich heutzutage ein breites Spektrum unterschiedlicher Subgruppierungen, Stilformen und Spielarten. Nicht zuletzt liegen im Punk die Wurzeln weiterer Jugendszenen: ebenso wie die Gothic-Szene ist auch die Hardcore-Szene sozusagen als Ableger aus der Punk-Szene hervorgegangen.

Durch die Szene verläuft insbesondere ein Graben zwischen DIY-aktiven Punks und jenen Punks, die ihr Leben vorwiegend auf der Straße verbringen. Beide Seiten bringen der Lebensführung der anderen häufig wenig Verständnis entgegen. Dennoch sind beide Fraktionen begründet durch die Vielfältigkeit älterer und jüngerer Szeneausprägungen unter Punks zu subsumieren. Denn: Punk ist, wer sich selbst in Anlehnung an und Gesellung zu (mindestens) eine(r) Szeneausdifferenzierung als Punk versteht und für den sein Verständnis von Punk das prägende Lebensgefühl darstellt.


history

Die Vorläufer von Punk sind in den USA und dort vor allem in der New Yorker Szenelandschaft zu suchen: Von dort stammten die Ramones, deren schneller und einfacher Sound die Musik-Welt aufhorchen ließ.MassenmedialeAufmerksamkeit erlangte Punk jedoch erst mit den Londoner Sex Pistols ab 1976, deren skandalöse Konzerte, bei denen sie das Publikum beschimpften, schockierende Symbolik sowie spektakuläre Auftritte zum Queen-Jubiläum 1977 (u.a. skandierten sie ihren Song God save the Queen the fascist regime gut hörbar zur offiziellen Parade) Punk weltweit bekannt machten. Inspiriert durch die Sex Pistols gründeten sich rasch weitere Punk-Bands wie u.a. Clash und Damned.

Erste Bands in der BRD gab es bereits 1977(Male, Mittagspause), eine gefestigte Szene entstand jedoch erst 1978/1979. Die frühen Bands orientierten sich stark an den englischen Gruppen und sangen auch meist in Englisch. Erst mit dem neuen Jahrzehnt etablierte sich eine wirklich eigenständige Szene mit Bands, die in der Landessprache sangen. Als prägend sind dabei insbesondere Slime, Hass, Canal Terror und Toxoplasma zu nennen.Punks in der DDR hatten mit weitaus härteren Widerständen zu kämpfen als ihre westdeutschen Gleichgesinnten. Bands (u.a. Schleim-Keim, Kaltfront) und ihre Anhänger wurden von der Staatssicherheit verfolgt und häufig nur aufgrund ihres Äußeren zu Haftstrafen verurteilt. Auftritte konnten dort lediglich in kirchlichen Räumlichkeiten stattfinden.

In den 80er Jahren folgten verschiedene musikalische und damit verbunden auch inhaltliche Ausdifferenzierungen, so u.a. Streetpunk (Exploited) und Hardcore (Minor Threat), seit Beginn der 90er Jahre Grunge (Nirvana), Melody-Core (Bad Religion, No FX), eine neue Pop-Punk-Welle (Green Day, Offspring) sowie Punk n Roll (u.a. Turbonegro).In Deutschland löste der Mauerfall eine gesteigerte Nachfrage nach den Veröffentlichungen deutschsprachiger Punk-Bands aus insbesondere von Seiten der nun nicht länger durch staatssicherheitliche Restriktionen am Kauf von West-Produkten gehinderten ostdeutschen Punks. Aber auch insgesamt erfuhr das Genre Deutschpunk einen Aufwind durch zahlreiche Bandneugründungen, nachdem die Szene in den Jahren zuvor sehr vom US-Hardcore geprägt gewesen war. Bedingt durch die weltweite Vernetzung ist die musikstilistische Entwicklung in Deutschland dennoch nie losgelöst von internationalen Tendenzen vonstatten gegangen. Dies dokumentiert sich beispielsweise darin, dass auch die jüngsten Einflüsse durch Bands der sogenannten Hamburger Schule ihr britisches Äquivalent im Gitarrenpop-Revival der späten 90er haben.


facts & trends

Die Größe der Punk-Szene liegt schätzungsweise im unteren fünf-stelligen Bereich. Obwohl laufend neue Platten, CDs und Fanzines erscheinen, Punk-Bands im Musikfernsehen ihren festen Platz erhalten haben und die dort gespielten Bands für viele Jugendliche der Einstieg in die Untergrund-Punk-Szene sind, ist in den letzten Jahren eine Stagnation der Szenegröße auf hohem Niveau zu beobachten.

Das Alter der Punks liegt etwa zwischen 14 bis mittlerweile über 40 Jahren, wobei ältere Punks häufig als Betreiber von Plattenlabeln und -läden, Mailordern sowie Kneipen für die Szene aktiv sind. Viele Szenezugehörige entstammen bürgerlichen Elternhäusern der Bildungsgrad ist sehr unterschiedlich einzustufen.

Im Punk-Konzert-Publikum dominiert der männliche Anteil deutlich. Besonders sichtbar ist diese Tendenz auch im Bereich der aktiv tätigen Szenezugehörigen: für Bands und Fanzines sind sicherlich zu drei Vierteln Männer verantwortlich und dies obwohl dem Anspruch der Gleichberechtigung der Geschlechter szeneintern ein hoher Wert beigemessen wird.


fokus


Punkrockist eine eigenständige Musikrichtung, gleichberechtigt aber auch ein eigenes Lebensgefühl. Dieses Lebensgefühl nimmt für die ganze Lebensführung der Punks eine zentrale Rolle ein. Punk-Rock als Musik ist ein einfacher, rauer, ungeschliffener, schneller und geradliniger Sound.

Punk als Lebensgefühl stellt sich als Gegenkultur zum Mainstream dar und beinhaltet in den szenetypischen Lebensentwürfen eine bewusste Abgrenzung von der Gesellschaft (vgl. Kapitel Einstellung ).


einstellung

Punk gilt als Ausdruck von Protest und Frustration, der destruktiv gegen die Gesellschaft gerichtet ist. Abgelehnt werden vor allem Kommerz, kapitalistische Ausbeutung, (aus Punk-Sicht ungerechtfertigte) Privilegien sowie Rassismus und Umweltzerstörung. Als eine weitere Antriebsfeder ist ein Freiheitsstreben gegen die als beengend empfundenen bürgerlichen Normen anzusehen, welches wiederum in einem Streben nach dem Leben für den Augenblick und in der Vernachlässigung von Zukunftsplänen seinen Ausdruck findet.

Die faktische Wirkung dieser destruktiven Einstellung ist jedoch durch D.I.Y. ( Do it Yourself , den Anspruch, dass jeder etwas selbst machen kann, und sei es mit den bescheidensten Mitteln) durchaus produktiv und kreativ. In diesem Sinne gestalten und erschaffen oft sogar Szene-Neulinge Bands, Platten, Konzerte, Fanzines, Partys, Frei-Räume, ... denn im D.I.Y. kommt es auf die Begeisterung für die Sache und nicht auf Perfektion an.

Diese Kreativität geht zwar Hand in Hand mit einem pessimistischen Weltbild, aber Punks ergeben sich nicht depressiv dem Lauf der Welt. Diese Haltung findet ihre Entsprechung im Szenemotto Trying not Crying , welches einem Aufruf gleichkommt, das Jammern zu beenden und zu versuchen, die Verhältnisse gemäß der eigenen Bedürfnisse besser zu gestalten. Bei all diesem Bemühen um Veränderungen soll jedoch der Spaß nicht zu kurz kommen. Somit beinhalten Punk-Aktionen auch meist eine gewisse Selbstironie gegenüber dem eigenen Dilletantismus geboren aus der Einsicht in die Beschränktheit der eigenen Mittel sowie der Zweitrangigkeit der Aktion an sich gegenüber dem Spaß.


lifestyle

Typisch für viele Punks ist das Aufsuchen von öffentlichen Räumen, vor allem Fußgängerzonen, um sich dort der Gesellschaft zu präsentieren. Bestandteil dieser Treffen sind meist (Punk-)Musik aus Kassettenrecordern sowie Alkoholkonsum und (häufig auch) das Anschnorren von Passanten.

Verstehen sich Punks gegenüber der Gesellschaft und dem jugendkulturellen Mainstream eher als Einzelgänger, ist ihnen jedoch die Gemeinschaft von Gleichgesinnten und der Zusammenhalt innerhalb der Szene, zumindest ihrer jeweiligen Subszene wichtig.

symbole & accessoires

Als besonders markant werden bei Punks auffällige Frisuren (bunt gefärbte Haare, Irokesen-Schnitt) sowie die oft bewusst schäbige Kleidung wahrgenommen. Allerdings wurde dieser Look in den letzten Jahren durch die Mode-Industrie aufgegriffen, womit ein solches Erscheinungsbild zumindest in Großstädten nicht mehr die gewünschte Schock-Wirkung erzielt.

Weiterhin charakteristisch für Punk sind bunt verzierte Leder- und Jeans-Jacken oder Parkas. Sehr häufig verwendet wird dabei das Anarchie-Symbol. Weiterhin typisch sind Parolen (z.B. Schieß doch Bulle ), Schriftzüge von Bands sowie Buttons. Ansonsten verwenden Punks oft spöttisch Alltagsgegenstände als Mode-Accessoires - so etwa Hundehalsbänder, Sicherheitsnadeln, Vorhängeschlösser und Ketten - hinzu gesellen sich z.T. provozierende Elemente wie Patronengurte und Galgenstricke.

In den Anfangstagen des Punk wurden vielfach auch Nazi-Symbole zur Schau getragen, die jedoch zumindest in Deutschland längst verpönt und daher nicht mehr zu sehen sind. Einige Punks führen, selbst zu Konzerten, Hunde mit. Bei Punks beliebte Tiere sind immer auch Ratten gewesen, in denen Punks eine symbolische Entsprechung ihrer selbst als intelligente, aber von der Gesellschaft wegen ihres Aussehens verachtete Lebewesen sehen.


rituale

Bei Punk-Konzerten wird Pogo getanzt, ein unkontrolliertes Springen im Takt der Musik, das keine Standard-Form kennt. Pogo ist einerseits das Zelebrieren von Begeisterung, andererseits jedoch auch das Ausleben von Wut und Aggression.

Besonders rücksichtslose Rempeleien können bei Konzertbesuchern z.T. zu Blessuren führen. Auch Stagediving, das Springen von der Bühne in die Menge, gibt es bei Punk-Konzerten hin und wieder zu sehen.Typisch für unabhängige Punk-Konzerte ist die Nähe von Band und Publikum, also die Auflösung der in anderen Musik-Szenen üblichen Hierarchie, denn eine Star-Verehrung wird abgelehnt.

events

Als Treffpunkte fungieren vor allem Punkrock-Konzerte in unabhängigen Jugendhäusern, besetzten Häusern sowie kleinen Clubs und Kneipen. Eine große Bedeutung haben auch große, oft mehrtägige Festivals erlangt, bei denen teils Open-Air (z.B. beim Force Attack -Festival nahe Rostock), teils in größeren Hallen (u.a. beim Holidays in the sun in Blackpool/England sowie beim Punk & Disorderly in Berlin) bis zu 40 Bands an einem Wochenende auftreten.

Charakteristisch sind auch Punk-Treffen in Fußgängerzonen, die in kleinerem Umfang weiterhin stattfinden, oft unter der Bezeichnung Punx Picnic .

Die berüchtigt gewordenen Chaostage von Hannover, bei denen bis zu 2000 Punks eine Stadt bevölkerten, fanden 1982-84, 1994-1996 sowie 2000 statt. Durch starke Präsenz und massenhafte Verhaftungen ist es der Polizei allerdings gelungen, dieses Ereignis einzudämmen, so dass es in der Szene im Moment keine Bedeutung hat.


treffpunkte

Siehe Events . Hinzu kommen Szenekneipen, Plattenläden sowie lokale Treffpunkte in Fußgängerzonen als mögliche Anlaufstellen .












medien

Mit Fanzines, Flyern und Beilagen zu Tonträgern verfügen Punks über eigene, unabhängige und unkontrollierbare Kommunikationswege. Der dabei verwendete, für Punk einst typische Erpressungs-Brief-Look (Collagen aus ausgeschnittenen Zeitungsbuchstaben) hat als stilistisches Mittel mittlerweile auch Einzug in die Werbewirtschaft gefunden.

Inzwischen hat die Internetnutzung zunehmend Bedeutung in der Punkszene erlangt vor allem zur Übermittlung von Konzert-Ankündigungen und zur schnellen Verbreitung von Neuigkeiten . Weiterhin finden sich auf Web-Seiten inzwischen auch Informationen zu Bands (Bandgeschichten, Song-Texte) und MP3-Archive zum Herunterladen von Songs.


strukturen

Die im Verlauf der Punk-Geschichte erfolgten musikalischen Weiterentwicklungen (wie Hardcore) und Ausdifferenzierungen wie (Fun-Punk, Streetpunk, Melody-Core, Crust-Punk, Riot Grrrls) brachten auch inhaltliche Unterschiede und daraus folgend Szeneabspaltungen und neue Subszenen mit sich.

Differenzen sind vor allem im politischen Engagement und im Drogenkonsum auszumachen. Ab der Mitte der 80er Jahre grenzte sich Hardcore als eigenständige Szene von Punk ab. Wie auch Hardcoreler können Crust-Punks und Riot Grrrls als politisch/gesellschaftlich aktiv agierende Szenegruppierungen angesehen werden, während Fun-Punk, Streetpunk und Melody-Core oft eher weniger politisch interessierte Szenegänger ansprechen.

Die genannten Ausdifferenzierungen sind allerdings (nichtsdestoweniger) als Subszenen anzusehen, d.h. ihre Anhänger begreifen sich weiterhin als Punks und werden von der übrigen Szene auch als solche wahrgenommen. Dennoch finden szeneinterne Spannungen immer wieder Ausdruck in Diskussionen, unter anderem darüber, ob Punk als konkret politisch oder unpolitisch zu verstehen sei.

Eine solche Diskussion entzündete sich auch an der aus der Punk-Bewegung hervorgegangenen Partei APPD ( Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands ): Diskussionsbedürftig schien hier der Aspekt, inwiefern eine solche provokante Spaßpartei möglicherweise nötige (tatsächliche) politische Veränderungen blockiert oder gar verhindert.


relations

Zwar haben Punks über gemeinsame Konzerte einen relativ beständigen Kontakt zur Hardcore-Szene, allerdings besteht zwischen diesen Szenen eine gewisse auf Gegenseitigkeit beruhende Reserviertheit.Über gemeinsame Demonstrationen und Hausbesetzungen besteht Kontakt zum linken politischen Spektrum. Einige Punks sind in links-autonomen politischen Gruppen aktiv und damit fester Teil dieser Szene. Den bei solchen Demonstrationen zum Teil ebenfalls anzutreffenden Alternativ-Jugendlichen (von Punks "Hippies" genannt) mit ihren Idealen Liebe und Frieden attestieren Punks eine Realitätsferne , was mit der punktypischen pessimistischen Weltsicht zusammenhängen mag.

Punks begegnen Gothics und Metal-Fans nur in Ausnahmefällen, beispielweise bei Konzerten für die jeweiligen Szenen gleichermaßen interessanter Bands.

Zu Skinheads besteht ein ambivalentes Verhältnis: BeiOi!-Punk-, Ska- und Mod-Konzerten kommt es zu meist eher reibungsarmen Kontakten zu Oi!- und S.H.A.R.P.-Skins. In den frühen Punk-Jahren wurden Punks oft von Teds, Rockern sowie rechten Skins gewalttätig angegangen. Mittlerweile besteht einzig zu rechtsextremen Skins weiterhin eine Feindschaft.
31.3.06 15:02


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